
Sport- und Touristikmuseum in Warschau
Eines der ältesten Museen dieser Art in Europa
[Beitragsbild: Cezary p, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons] Das Museum wurde im Jahr 1952 eröffnet und gehört damit zu den ältesten Sportmuseen Europas. Seinen heutigen Sitz im modernen Olympischen Zentrum bezog es jedoch erst 2005. Zuvor war das Museum mehrfach umgezogen – ein erster Standortwechsel erfolgte bereits 1966. Am 5. November 2006 wurde die heutige Dauerausstellung in ihrer aktuellen Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Standort
Das Museum befindet sich im nördlichen Teil des touristischen Warschau, im Stadtteil Żoliborz, direkt am linken Weichselufer. Die Entfernung zur Altstadt beträgt knapp vier Kilometer. Dennoch ist die Anfahrt nicht sonderlich kompliziert. Für motivierte Spaziergänger bietet sich außerdem ein Spaziergang entlang des linken Weichselufers an, das in den letzten Jahren in vielen Etappen renoviert und modernisiert wurde.
Im Museum selbst befindet sich auf dem Dach das empfehlenswerte Restaurant Olympic Sky, sodass ihr euch vor Ort um die Verpflegung keine Sorgen machen müsst. Von der Terrasse aus habt ihr bei gutem Wetter zudem einen schönen Blick auf die Weichsel und die Warschauer Skyline.
Für eine bessere Übersicht Landkarte mit allen Museen in Warschau (hier klicken)
Die Dauerausstellung
Auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern wird die Ausstellung „Die Geschichte des polnischen Sports und der Olympischen Bewegung“ präsentiert. Der Rundgang beginnt in der Antike und führt Schritt für Schritt bis in die Gegenwart.
Die Museumsleitung stand sicherlich vor keiner einfachen Aufgabe: Aus einer riesigen Sammlung mussten nur einige Tausend Objekte ausgewählt werden, damit die Ausstellung übersichtlich und gut verständlich bleibt. Heute werden rund 3.000 Exponate gezeigt. Dargestellt werden über 40 historische und moderne Sportarten. Dort, wo polnische Sportler besondere internationale Erfolge erzielt haben, geht die Ausstellung genauer ins Detail.
Ein besonders interessantes Exponat ist das private Kajak von Karol Wojtyła, mit dem er die Masurischen Seen erkundete. Karol Wojtyła wurde später als Papst Johannes Paul II. weltbekannt.
Sonderausstellungen
Neben der Dauerausstellung organisiert das Museum regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen. Sie widmen sich einzelnen Sportarten, berühmten Persönlichkeiten, historischen Ereignissen oder besonderen Jubiläen aus der Welt des Sports.
Alles Wissenswerte über die aktuellen Sonderausstellungen könnt ihr auf der Homepage des Museums nachlesen.
Die Exponate
Das Museum besitzt über 45.000 Exponate. Dazu gehören vor allem Medaillen, Pokale, Sportabzeichen, Ausrüstungsgegenstände, Dokumente, Fotografien und Erinnerungsstücke aus der Welt des polnischen und internationalen Sports.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der olympischen Geschichte Polens. Zu den bekanntesten Bereichen gehört die Sammlung olympischer Medaillen polnischer Sportler, die oft als eine Art „Hall of Fame“ wahrgenommen wird, auch wenn dies keine offizielle Bezeichnung ist.
Das Museumsgebäude
Das Projekt des sieben Stockwerke hohen Gebäudes stammt vom Architekten Bogdan Kulczyński. Es wurde nicht ausschließlich für das Museum gebaut, sondern als Olympisches Zentrum geplant. Da das Museum thematisch perfekt dazu passte, entschied man sich, beide Einrichtungen unter einem Dach unterzubringen.
Die Form und Aufteilung des Gebäudes sind voller olympischer Symbolik. Das Fundament hat die Form einer Ellipse. Das Dach soll an eine Stadionüberdachung erinnern. Über dem Eingang sind die olympischen Ringe zu erkennen. Im Innenbereich, gleich hinter dem Eingang, seht ihr eine markante rote Serpentinenrampe, die euch zur Museumsausstellung führt.
Diese Symbolik ist nicht immer sofort erkennbar. Mit ein wenig Hintergrundwissen wirkt das Gebäude jedoch deutlich spannender.
Warum sollte man das Museum besuchen?
In diesem Museum habt ihr die Möglichkeit, einen angenehmen und zugleich informativen Nachmittag zu verbringen. Die Anreise ist nicht kompliziert, das Gebäude macht schon von außen einen interessanten Eindruck, und die Ausstellung ist so aufgebaut, dass man auch ohne großes Vorwissen gut folgen kann.
Ihr erfahrt hier nicht nur etwas über die Sportwelt als solche, sondern auch über die Rolle des Sports in der polnischen Geschichte. Dazu gehören große olympische Erfolge, bekannte Sportlegenden und Phänomene wie die berühmte „Małyszomania“ rund um den polnischen Skispringer Adam Małysz.
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Terrasse auf dem Dach. Bei gutem Wetter könnt ihr von dort aus die Warschauer Skyline betrachten.
Die Terrasse gehört zum Restaurant Olympic Sky, wo ihr nach dem Besuch noch sehr gut essen gehen könnt.


