Czapski-Palast
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Der Czapski-Palast in Warschau fällt durch seine lachsrote Fassade auf, hinter welcher sich ein prächtiger Palast befindet. Heute befindet sich im Gebäude die Akademie der Bildenden Künste, die beste Kunsthochschule des Landes.
Beschreibung
A nfangs stand an der Stelle, wo sich heute der Palast am Königsweg mit der lachsroten Fassade befindet, ein hölzerner Gutshof der Magnatenfamilie Radziwill. Zum ersten Mal wurde der Czapski-Palast in Warschau 1643 erwähnt.
Ein steinerner Palast wurde in den Jahren 1680 – 1705 vom Architekten Tylman van Gameren im Auftrag von Michal Radziejowski erbaut.
1712 erwarb der Großhetman von Litauen Adam Sieniawski den Palast und ließ ihn zusammen mit dem Garten und den Seitenflügeln in den Jahren 1713 – 1721 umbauen. Die Leitung unterstand den Architekten Augustin Locci und Karol Bay. Die größte Veränderung entstand durch den Anbau von vier Ecktürmen, die sehr weit von der Hauptfassade abstehen, welche mit einem Mittelrasalit dekoriert wurde. Die Seitengebäude erhielten weitere Fronten. So entstanden zwei Vorhöfe, ein repräsentativer und ein wirtschaftlicher, welche von einer kleinen Mauer getrennt wurden.
Adam Sieniawski starb 1726 und seine Tochter Zofia übernahm das Erbe. Ihr zweiter Ehemann war August Czartoryski, der den Palast in das Eigentum der Familie einbrachte. Doch die verkauften es 1732 an den Banker Piotr de Riacour und zahlten so den Kredit der Sieniawski-Familie zurück.Schließlich kaufte die Familie Czapski den Palast und unter ihrem Namen kennt jeder das Gebäude.
1752 – 1756 erhielt der Palast einen spätbarocken Schnitt, welcher bis heute erhalten ist. Das Eingangstor wurde mit steinernen Adlern verziert. Die Czapski-Familie veränderte auch das Innenleben des Palastes.
1784 ging der Palast in die Hände von Konstancja Czapska über, welche Stanislaw Malachowski heiratete. Da er Marschall des Großen Sejm war, wurde auch der Palast Treffpunkt der schlausten Köpfe des Landes und Inventionsort zahlreicher Reformen, inklusive der Verfassung des 3. Mai 1791.
Auch dieses Mal fanden Umbaumaßnahmen statt. Die Seitengebäude wurden im klassizistischen Stil umgebaut.
Stanislaw Malachowski verstarb 1808. Das Gebäude wurde von der Familie Krasinski gekauft. Im Lauf des 19. Jahrhunderts verlor der Palast allmählich seinen Wohncharakter.
Den 2. Weltkrieg überstand das Gebäude stark beschädigt. Die deutsche Besatzung führte zur Plünderung und teilweisen Zerstörung der Innenräume. Beim Wiederaufbau konzentrierte man sich auf die spätbarocke Gestalt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Seit 1954 ist das Gebäude Sitz der Akademie der Bildenden Künste (ASP).

Entstehungszeit
Zustand nach dem 2. Weltkrieg
Heutige Funktion
Im touristischen Bereich?
Adresse
Wie zu erreichen?

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