Kirche des Heiligen Augustinus
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Die Kirche des Heiligen Augustinus überragt mit ihrem 70 Meter hohem Turm das gesamte Wohnviertel Muranow. Die Kirche hat die Zerstörung des Ghettos sowie den Warschauer Aufstand von 1944 überstanden.
Kurzbeschreibung der Kirche
D ie Kirche des Heiligen Augustinus wurde in den Jahren 1891 – 1896 erbaut. Der Architekt Edward Cichocki hat an das neoromanische Gotteshaus einen 70 Meter hohen Glockenturm angebaut.
Der Grund für den Bau der Kirche war die schnell wachsende Bevölkerung im westlichen Teil der Stadt. Das umliegende Industriegebiet im Bezirk Wola zog Scharen von Arbeitern aus dem ganzen Land an. Heute ist von der Industrie nichts mehr übrig. An derselben Stelle stehen heute Wolkenkratzer. Wola durchging eine Metamorphose zum Warschauer Business District.
Während der deutschen Besatzung lag die Kirche innerhalb des Warschauer Ghettos und war von der nichtjüdischen Bevölkerung genutzt worden. Nach der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung und der systematischen Zerstörung des jüdischen Ghettos durch die Nationalsozialisten (bis 1943), zweckentfremdeten die Besatzer das Gebäude: sie nutzten es als Pferdestall und Lagerstätte für das geraubte Eigentum der Juden.
Während des Warschauer Aufstandes von 1944 platzierten die Deutschen im Glockenturm ein MG-42 Maschinengewehr. Dieser Stützpunkt kontrollierte ein Gebiet mit dem Radius von 2 bis 3 Kilometern. Die Aufständischen konnten ihn mit einem Kanonenschuss eines erbeuteten Panthers zerstören.
Die Kirche bleibt trotz dieser Kampfhandlungen beschädigt stehen und ist auf den Fotos des zerstörten Ghettos klar zu erkennen.

Entstehungszeit
Zustand nach dem 2. Weltkrieg
Im touristischen Bereich?
Adresse
Wie zu erreichen?

Innenbesichtigung
Internetseite der Kirche
Barrierefreiheit
Es ist möglich das Kircheninnere mit einem Rollstuhl zu befahren.
Beitragsbild © Walking Warsaw
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