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Museum im Palast unter dem Blechdach

Nachfolgend möchten wir Euch eine detaillierte Beschreibung über das Museum im Palast unter dem Blechdach präsentieren. Falls Ihr nur eine touristische Übersicht benötigt, dann klickt doch einfach auf den folgenden Link.

Der Palast unter dem Blechdach ist vom Schlossplatz gut zu sehen, steht allerdings im Schatten des imposanten Königsschlosses. Das Museum wurde erst 2011, nach mehrjähriger Revitalisierung, eröffnet. Formell gehört dieses Museum als Filiale dem Museum im Königsschloss. Das Ticket kann man daher an der Hauptkasse im Innenhof des Königsschlosses erwerben.

Was kann man im Palast besichtigen?

Die gesamte Ausstellung teilt sich in zwei Abschnitte. Auf der ersten Etage befinden sich die Wohnräume des Fürsten Jozef Antoni Poniatowski. Er erhielt den Palast von seinem Onkel und König von Polen Stanislaw August Poniatowski als Geschenk. Von 1794 bis zu seinem Tod 1812 führte er hier mit seiner Schwester und Mätresse Henriette de Vauban ein aktives Gesellschaftsleben, an welchem auch Napoleon Bonaparte teilnahm.

Im Erdgeschoss kannst Du eine reiche Ausstellung östlicher (persischer) Teppiche aus der Teresa-Sahakian-Stiftung bewundern.

Die Privatwohnung von Jozef Poniatowski

Die Wohnung besteht insgesamt aus 7 Räumen. Da sind der Empfangsraum, das Adjutantenzimmer, der Salon, die Stabskanzlei (Sekretariat), das Schlafzimmer, das Kriegsbüro und das Vorzimmer. Die Gäste können die Räumlichkeiten nacheinander betreten und mit einem Audioguide, den wir sehr empfehlen, oder die Beschreibungen lesend erkunden. Du wirst nicht mit allen Exponaten etwas anfangen können. Auch werden die meisten Namen und beschriebenen Ereignisse kein größeres Interesse wecken. Aber darum geht es hier, zumindest für die deutschen Touristen, nicht unbedingt. Du solltest Dich Dich vor allem auf den Hauptdarsteller, Jozef Poniatowski, sowie seine Lebensgeschichte und die damit eng verbundene Geschichte Polens nach den Drei Polnischen Teilungen konzentrieren. Dass man in diesem Palast hautnah sehen kann, wie die Aristokraten im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert lebten, ist selbstverständlich interessant, aber sollte hier nicht das Hauptmotiv sein. Beschäftigst Du Dich näher mit Jozef Poniatowski, lernst Du nebenbei sehr viel über die Geschichte Polens und der starken Dranges der Polen nach Freiheit und Selbstständigkeit.

Die Ausstellung besteht aus Gemälden, Skizzen, Briefen, Schwertern und Uniformen, Münzen und Kriegsauszeichnungen, Marmorskulpturen, Möbelstücke und Schreibutensilien. Die hohe Anzahl der Objekte erlaubt es die Epoche mit all ihren Facetten vollständig und genau darzustellen.

Highlights Aktentasche von Napoleon, Militärabzeichen Virtuti Militari (das älteste Militärabzeichen der Welt).

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Das Schlafzimmer von Fürst Jozef Poniatowski

Teppich-Ausstellung (Teresa-Sahakian-Stiftung)

Teresa Sahakin war eine in Belgien lebende Polin. Nach ihrem Tod 2007 übergab sie dem Museum im Königsschloss ihre gesamte Sammlung. Vor allem die über 600 persischen Teppiche sind eine Besichtigung wert. Es ist eine der größten Teppich-Sammlungen dieser Art auf der Welt.

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Ausstellung der Teresa Sahakian Foundation

Dauer einer Besichtigung

Wenn man sich Zeit lässt und die Beschreibungen des Audioguides zu Ende hört, benötigt man für die Ausstellung der Privatwohnung von Poniatowski ca. 1 Stunden. Geht man anschließend noch zur Teppichausstellung, kann man knapp 15 Minuten hinzurechnen. Das Museum ist sehr übersichtlich und schweift historisch wie inhaltlich nicht weit aus.

Kassen und Eintritt

Die Kassen für das Museum im Palast unter dem Blech sind dieselben wie für das Königsschloss. Dafür muss man sich zum Innenhof des Königsschlosses begeben. Das Museum im Palast unter dem Blech ist eine Filiale des Königsschlosses, es ist also möglich, nur dieses Museum zu besichtigen.

Gründer von Walking Poland und lizenzierter Stadtführer in Warschau

"Mein polnisches Herz pumpt das Blut ins deutsche Hirn"

antoni@meinwarschau.com

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