Anielewicz-Bunker an der Mila-Straße 18
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Der Bunker an der Mila-Straße 18 im Warschauer Ghetto war der letzte Ort des Widerstandes während des Jüdischen Aufstandes von 1943. Die Helden des Ghettos, darunter der Kommandant Mordechaj Anielewicz, nahmen sich das Leben, um nicht in die Hände der Nazis zu gelangen.
Beschreibung
D er Anielewicz-Bunker befindet sich an der Kreuzung der Straßen Mila und Dubois, wo sich vor dem Krieg das Gebäude in der Mila-Straße 18 befand. Es ist einer der zentralen Erinnerungsplätze des jüdischen Widerstandes in Warschau.
Während des Jüdischen Aufstandes 1943 versteckten sich im Kellerbereich des Gebäudes zum Ende hin die Kämpfer der Jüdischen Kampforganisation (ZOB) mit dem Kommandanten Mordechaj Anielewicz an der Spitze. Als die Deutschen das Gebäude am 8. Mai 1943 umstellten und Gas einsetzen, wählten die Eingeschlossenen den Freitod oder starben im zerstörten Bunker – ein Akt, der in der israelischen Geschichtsschreibung zu einem Symboldes heroischen, aber aussichtslosen Widerstandes wurde. Die Verbindung zur Verteidigung der Festung Masada im Jahre 73 n. Chr. Sie kamen alle ums Leben. Sowohl in Masada, als auch in Warschau.
Der Bunker existiert nicht mehr. Er wurde zugeschüttet, die Leichen der Toten wurden nicht exhumiert. An seiner Stelle wurde auf Initiative des Zentralkommitees der Juden in Polen aus den Trümmern der anliegenden Häuser 1946 ein Erinnerungshügel aufgeschüttet. Auf der Spitze wurde ein Gedenkstein mit Inschriften auf Polnisch, Hebräisch und Jiddisch platziert. Dieses Denkmal ist bewusst roh und unvollendet gehalten, um die Vernichtung des gesamten Stadtviertels zu zeigen.
2006 wurde vor dem Hügel ein pyramidenförmiger Obelisk aufgestellt. Auf einer Seite befinden sich 51 Namen von identifizierten Kämpfern des Aufstandes.
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