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Unabhängigkeitsmuseum in Warschau

Beitragsbild: Przebendowski-(Radziwiłł)-Palast in Warschau. Sitz des Unabhängigkeitsmuseums / Adrian Grycuk [CC BY-SA 3.0]

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Beitragsinhalt

Standort
Geschichte des Przebendowski-Palastes
Die Dauerausstellung

— 1. Polonia Restituta 1914-1921

— 2. Mit dem weißen Adler über Jahrhunderte

Sonderausstellungen
Nach den Renovierungsarbeiten (bis 2019)
Touristische Informationen
Buchung einer Führung

WICHTIG: Das Museum ist ab dem 1. August 2017 aufgrund einer Renovierung des Museumsgebäudes geschlossen. Die Neueröffnung soll 2019 erfolgen. Weitere Aktualisierungen werden folgen. 

Die Schließung hat keinen Einfluß auf die Sonderausstellungen. 

Standort

Das Museum befindet sich in der Warschauer Innenstadt (Śródmieście) im Przebendowski-Palast an der Aleja Solidarności 62, vor 1939 noch ulica Bielańska.

Die Entfernungen zu Fuß sind:

  • zum Kulturpalast 1,9 Kilometer
  • zur Altstadt 1 Kilometer
  • zum Denkmal der Helden des Jüdischen Ghettos. Vor diesem Denkmal ereignete sich der Kniefall von Willy Brandt am 7. Dezember 1970 – 1 Kilometer

Das Museum liegt auch direkt an der M1-Metrolinie. Die Station heißt Metro Ratusz-Arsenał. 

Stadtplan mit allen Metrostationen

Przebendowski-Palast

Der schöne Palast, welcher sich heute zwischen zwei zweispurigen Fahrbahnen, mitten auf der sogenannten Ost-West-Verbindung (Trasa W-Z), befindet, wurde in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut und stand damals noch abseits der Stadt. Eigentümer war zunächst Jan Jerzy Przebendowski, von welchem der Palast heute seinen Namen hat. Das Gebäude wechselte häufig seine Eigentümer und Funktion. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde aus dem Palast sogar das Hotel de Hamburg. 

Weitere berühmte Familien, die im Besitz des Palastes waren, hießen Zawisza und Radziwiłł.

Während des 2. Weltkrieges wurde der Palast zerstört. Um die Ecke, auf der Bielańska-Straße, stand nämlich das hart umkämpfte Gebäude der Polnischen Bank (Reduta Banku Polskiego / Karte). Der Palast lag quasi im Weg und wurde ständig beschoßen.

Der Wiederaufbau begann am 1. Oktober 1948 unter Leitung von Bruno Zborowski und wurde am 1. Juli 1949 beendet. Anfangs wollten die neuen Herren den Palast zerstören, da die vorherigen Eigentümer (Przebendowski, Radziwiłł, Zawisza = polnische Magnaten) als Unterdrücker des Proletariats dargestellt wurden. Die Warschauer Bevölkerung wehrte sich jedoch extrem gegen diese Vorgehensweise. Der Palast blieb stehen! Die neue Verbindungsstraße wurde daraufhin um das Gebäude herum gebaut, sodass es sich heute wie auf einer Insel befindet.

Von 1955 bis 1989 war hier das Lenin-Museum.  Seit dem 30. Januar 1990 ist es nun ununterbrochen der Sitz des Unabhängigkeitsmuseums.

Die Dauerausstellung

WICHTIG: Das Museum ist ab dem 1. August 2017 aufgrund einer Renovierung des Museumsgebäudes geschlossen. Die Neueröffnung soll 2019 erfolgen. Weitere Aktualisierungen werden folgen.  

Die Schließung hat keinen Einfluß auf die Sonderausstellungen. 

1. Polonia Restituta 1914 – 1921

Man bekommt hier einen Einblick in die Zeit des 1. Weltkrieges, an dessen Ende viele Königreiche untergegangen, allerdings auch viele Republiken entstanden sind. Unter anderem die 2. Republik Polen aus den durch Preußen, Russland und Österreich geteilten Gebieten (Drei Polnische Teilungen 1772 / 1793 / 1795). Die kulturelle, wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung vollzog sich in allen Teilgebieten sehr unterschiedlich. Um so schwieriger war es nach Erlangung der Unabhängigkeit am 11. November 1918 die Ländereien zu einem funktionierenden Staats zusammen zu schmelzen. In dieser Ausstellung wird dem Gast diese schwierige und auch erfolgreiche Epoche in der polnischen Geschichte nähergebracht. Hier lernen Sie u.a. Józef Piłsudski, Roman Dmowski und Józef Haller und Ihren Einfluß auf die Entstehung des neuen polnischen Staates kennen.

Zusätzlich werden die Hintergründe des polnisch-sowjetischen Krieg von 1919-1921 erklärt. Der Krieg endete mit der Friedensunterzeichnung in Riga am 18. März 1921.

Der Großpolnische Aufstand von 1918 mit Paderewski als politischen Anführer ist auch erwähneswert, vor allem, weil das der einzige erfolgreiche polnische Aufstand bis 1989 ist.

Einige Texte sind auf Englisch, die Beschreibungen der Bilder und Fotos sind jedoch nur auf Polnisch.

2. Mit dem weißen Adler über Jahrhunderte

Der Weiße Polnische Adler begleitet die Polen schon seit Anbeginn des Bestehens des polnischen Staatswesens. Hier wird die Evolution dieses für die Polen wichtigsten Symbols dargestellt.

Sonderausstellungen

Stand: 24.11.2017

Das Unabhängigkeitsmuseum organisiert zahlreiche Sonderausstellungen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Informationen stammen von der Internetseite des Unabhängigkeitsmuseums:

  • Über Dmowski in der Polnischen Nationalbank 2.11.-10.12.2017

In der Eingangshalle der Polnischen Nationalbank in der ulica Świętokrzyska 11/21 (Karte) eine Ausstellung auf Schautafeln mit dem Titel Roman Dmowski 1864-1939 präsentiert. Der Autor der Ausstellung ist Jan Engelgard, Leitender Direktor des X. Pavillons der Warschauer Zitadelle – Museum (das ist eine Filiale des Unabhängigkeitsmuseums).

Roman Dwoski ist neben Józef Piłsudski und Józef Haller die wichtigste Persönlichkeit aus der Zeit des polnischen Unabhängigkeitskrieges.

Nach den Renovierungsarbeiten

Die Renovierungsarbeiten, die am 1. August 2017 zur Schließung des Museums geführt haben, sollen den ganzen Palast auffrischen und auch für Personen mit Behinderungen zugänglich machen. Die Wiedereröffnung soll 2019 erfolgen. 

Die Arbeiten führt die Firma Furmanek Renewal Sp. z o.o. S.K.A. aus.

Es werden zwei Dauerausstellungen hinzukommen:

  1. Das Grenzland und die Grenzenlosigkeit in den Sammlungen des Museums
  2. Die Geschichte des Przebendowski-Palastes

Hoffentlich denken die Organisatoren auch daran die Texte ins Englische zu übersetzen 🙂

Touristische Informationen*

Thema der Ausstellung Informationen über die Enstehung des 2. Polnischen Republik (1918-1939) und der Kampf um die Grenzen im Osten (bis 1920)
Adresse Aleja Solidarności 62, 00-240 Warszawa (Karte)

Ersatzadresse während der Renovierungsarbeiten: ulica Skazańców 25, 01-532 Warszawa (Karte), Tel. +48 570 722 844. Das ist auch Sitz des X. Pavillon der Warschauer Zitadelle – das Museum (zum Museum)

Internetseite www.muzeum-niepodleglosci.pl (PL)
Telefon
  • +48 22 826 90 91 (Zentrale)
  • +48 22 827 27 70 (Sekretariat)
Email sekretariat@muzeumniepodleglosci.art.pl
Öffnungszeiten
  • Mi-So 10:00 – 17:00
  • Montags und Dienstags geschlossen
  • 31.10. und 10.11. geschlossen
Eintrittspreise
  • Normal 10 PLN
  • mit Ermäßigung 5 PLN
  • Gemeinsames Ticket entsprechend 20 PLN und 10 PLN

Gemeinsames Ticket: Ermöglicht die Besichtigung folgender Museen innerhalb von 7 Tagen: Museum des Gefängnisses Pawiak, Mausoleum des Kampfes und Martyriums, Museum X. Pavillon in der Warschauer Zitadelle

Audioguide Nicht vorhanden
Hauseigene Museumsführer
  • 60 PLN auf Polnisch
  • fremsprachige Führer nur auf Anfrage
Führung mit einem Stadtführer? Empfehlenswert
Anreise vom Kreisverkehr Centrum Stadtplan mit Wegbeschreibung
Anreise von der Altstadt Stadtplan mit Wegbeschreibung
Öffentliche Verkehrsmittel in Warschau –  eine Übersicht

Zum Beitrag 

Entfernung

  • Zum Kreisverkehr „Centrum“
  • Zur Altstadt
In Kilometern

  • 2,1 km
  • 0,9 km
Besichtigungsdauer 60-80 Minuten
Sprache der Beschreibungen
  • Bilder und Fotos nur auf Polnisch
  • einige wenige Texte sind auf Englisch
Zahlungsmethoden Nur Barzahlung
Reservierung (Online) Nicht möglich / nicht nötig
Besonderheiten  –
Letzte Aktualisierung November 2017

*Angaben ohne Gewähr


Unverbindliche Buchung einer Führung

Buchen Sie unverbindlich eine Führung durch das Unabhängigkeitsmuseum mit dem deutschen Muttersprachler und lizenzierten Stadtführer Antoni Władyka. Wir schicken Ihnen in Kürze eine Übersicht.

Die Preise für die Museumsführungen entnehmen Sie bitte aus der Preisliste ⇒

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