Wir sind die ersten!

Es musste irgendwann so kommen. Die Touristen aus Deutschland sind in Warschau nach den Engländern die zweitgrößte touristische Gruppe und dennoch gibt es in deutscher Sprache kaum irgendwelche Angebote. Alles ist auf Englisch, was verständlich ist. Doch das möchten wir ändern und fangen mal mit kostenlosen Führungen in Warschau an – auf deutsch, versteht sich. Die erste Führung findet am 23. Juli 2017 statt.

Teilnahmevoraussetzungen und Reservierung

Hier  erfahren Sie mehr über die Teilnahmevoraussetzungen. Sie können auch gleich Plätze reservieren. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 40 Personen. 

Direkt zur Reservierung 

Verlauf der Führung

Wir treffen uns um 9:30 Uhr an der Sigismundsäule (Karte →) und gehen pünktlich los. Zunächst erfahren Sie mehr über den wohl schönsten und gemütlichsten Platz in Warschau. Nicht ohne Grund sagt man, dass eine harmonische Beziehung zweier Verliebter in Warschau nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn das erste Date hier begonnen hat. 

koenigsschloss-warschau

Bild: Königsschloßplatz mit Sigismundsäule (Warschau) // Antoni Władyka // CC BY-SA

Hier ist die Schnittstelle zwischen der Krakowskie-Przedmiescie-Strasse (Beitrag →) und der Warschauer Altstadt. In der Mitte (fast) steht die Sigismundsäule, welche nach dem polnischen König von Adels Gnaden (nicht von Gottes Gnaden) Sigismund III. Wasa benannt wurde. In Sigismunds Kopft schwirrte die unglaubliche Idee ein Reich zu schaffen, welches größer wäre als das von Alexander dem Großen. Als König von Schweden, gewähltes Oberhaupt vom Polnisch-Litauischen Königreich und Eroberer wie Herrscher über Moskau in den Jahren 1610 – 1612 hatte er allen Grund daran zu glauben. Doch Fortuna lässt sich für Ihre Großzügigkeit dummerweise sehr teuer bezahlen. 

Wir betreten die Altstadt durch die Piwna-Strasse und gelangen so in das Prachtstück der polnischen Rekonstruktionskunst. Würde ich Ihnen nichts sagen, merkten Sie gar nicht, dass diese Altstadt gerade mal etwas über 60 Jahre alt ist. Die UNESCO-Repräsentanten haben die Einzigartigkeit ebenfalls gesehen und die Warschauer Altstadt auf die Kulturerbeliste gesetzt.

Vorbei an der Kathedrale, wo die 1. Europäische Verfassung vereidigt wurde, entlang der Seitenmauer, in welcher eine Panzerkette eingemauert wurde, gelangen Sie zum sogenannten Scheißhaufen (poln. Gora Gnojna), von welchem Sie einen Ausblick auf die Weichsel haben. Dieser Hügel beherbergt die Überrreste der mittelalterlichen Warschauer Bevölkerung. Riechen wird man es Gott sei Dank nicht mehr.

Nur wenige Minuten trennen Sie vom Marktplatz, wo Sie unter anderem das Warschauer Wahrzeichen – die Syrenka – betrachten können. Der Barbakan im Norden der Altstadt grenzt die Alte Stadt der Altstadt von der Neuen Stadt der Altstadt ab. Warum es diese Eigenheit gibt, erfahren Sie am besten direkt vom Stadtführer.

Die Neue Stadt war Zeuge der Geburt von Marie Sklodowska-Curie, damals natürlich noch ohne Doppelnamen.

Gegenüber von ihrem Geburtshaus wirkte E.T.A. Hoffmann, der Schaffer der deutschklingenden Namen der Warschauer Juden (1804-1806).

Zum Schluß besichtigen Sie das Denkmal des Warschauer Aufstandes, welcher in Warschau eine gesonderte Zeitrechnung begründet hat – Vor dem Aufstand und Nach dem Aufstand. Tatsächlich ist es so, dass diese beiden Warschaus nicht viel gemein haben.

Den Verlauf können Sie auf dieser Karte → verfolgen.

Im Anschluß: kostenloser Chopin-Konzert im Lazienki-Park

Die Tour wurde zeitlich so gelegt, dass Sie ca. 30 Minuten vor Beginn der kostenlosen Chopin-Konzerte im Lazienki-Park ankommen.

Der Statdführer beendet die Tour an der Bushaltestelle, von welcher Busse direkt zum Lazienki-Park fahren. Diejenigen, die nicht zum Konzert fahren, lassen sich vom Stadtführer zum Startpunkt der Führung begleiten. Dieser liegt übrigens nur 170 Meter weiter um die Ecke.

Hier erfahren Sie mehr über die kostenlosen Chopin-Konzerte im Lazienki-Park. 

Private Chopin-Konzerte in der Altstadt

Sollten Sie andere Pläne haben und es zeitlich nicht zu den kostenlosen Konzerten schaffen, gibt es zusätzlich noch eine Alternative. Jeden Tag um 18:00 Uhr finden in der Altstadt im linken Flügel des Königsschloßes private Chopin-Konzerte renomierter Pianisten statt. Weitere Details und Reservierungsmöglichkeiten finden Sie hier 


Beitragsbild:  Königsschloßplatz mit Sigismundsäule/Johanneskathedrale im Hintergrund // Antoni Wladyka // CC BY-SA

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