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Das echte Warschau erleben
Die Weichsel in Warschau
— rechtes Ufer
— linkes Ufer
Wunder an der Weichsel

Das echte Warschau erleben

Wenn Sie in Warschau länger als einen Tag unterwegs sind, dann müssen Sie unbedingt mal an die Weichsel kommen. In Warschau muss man nämlich nicht nur die ganze Zeit durch die Touristenstraßen laufen und Museen besuchen. An der Weichsel können Sie ein wenig Warschauer Lifestyle miterleben. Während der letzten 70 Jahre war hier noch nie so viel los wie heute. Während es früher eher ein Ort war zum Schwimmen, ist nun für Jeden etwas dabei.

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Die Weichsel in Warschau

Die Weichsel auf dem Gebiet der Stadt hat eine Länge von 28 Kilometern. Hier fängt der 498. Kilometer der Königin der Polnischen Flüsse an, was in etwa die Hälfte der Gesamtlänge ist.

Rechtes Ufer

warschau-stadionDas komplette rechte Ufer ist naturbelassen und beherbergt somit auch zahlreiche Strände. Der Bekannteste liegt am Fuß des Nationalstadtions und heißt „Poniatowka“, da sowohl das Stadion wie auch der Strand direkt neben der Poniatowski-Brücke liegen. Dort und an den anderen Stränden sind Sie jedoch meistens sich selbst überlassen. Die Anzahl der Kneipen, Bars und Bistros ist dort eher gering. Sie müssen das Essen und Trinken also am besten selber mitbringen. Das schöne ist jedoch, dass dort Grillen, Trinken alkoholischer Getränke und auch Lagerfreuer tolleriert werden. An einigen Stellen hat die Stadt sogar spezielle Lagerfeuerplätze bereitgestellt.

Linkes Ufer

warschau-syrenkaAuf der linken Seite ist ist im nördlichen Abschnitt des Stadtufers alles zubetoniert. Seit einigen Jahren baut man das Ufer um es so Salonfähig zu machen. Der erste renovierte Sektor liegt genau gegenüber der Altstadt. Dort findet man auch den Multimedialen Springbrunnen-Park. Es braucht nocha alles etwas Zeit, aber schon 2017 werden auch hier die ersten Bars und Kneipen die Zapfhähne anbringen.

Der nächste Sektor befindet sich gerade im Umbau und endet an der Swietokrzyska-Brücke.

Der bisher lebendigste Abschnitt startet an der Swietokrzyska-Brücke, vorbei an der Poniatowski-Brücke und endet kurz vor der Lazienki-Brücke. Dieser Abschnitt ist ca. 1,6 Kilomter lang. Zu Fuß benötigt man ungefähr 30 Minuten, um diese Strecke abzulaufen.

Zu dem Beginn dieses Sektors kommt man mit der Metro am einfachsten hin. Sie nehmen dafür die Linie M2 und steigen an der Station „Metro Centrum Kopernika“ aus. Wenn Sie die Warschauer Syrenka sehen, dann sind Sie richtig.

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Metro „Centrum Nauki Kopernik“

An heißen Sommertagen und wenn die Temperaturen am Abend es erlauben sammeln sich hier die Warschauer, um die schönen Ausblicke zu genießen. Natürlich trinkt man dabei auch etwas – interessant ist, dass Wodka nicht nur nicht an der Weichsel, sondern auch allgemein in Warschau mittlerweile nicht mehr das Hauptgetränk ist.

Sucht Euch ein nettes Plätzchen – entweder auf den alten riesigen Betontreppen oder in einer der zahlreichen Bars. Bei einer Limonade, einem kalten Bier oder Wein kann man die umliegenden beleuchteten Brücken und das Nationalstadion bewundern.

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Dieser Weichselabschnitt wurde seit zig-Jahren nicht renoviert und dennoch haben sich die Bars und Kneipen genau hier niedergelassen. Wird allerdings erst der mittlere Sektor fertiggestellt sein, wird man sich auch den letzten Sektor vornehmen.

Am südlichsten Punkt gibt es den Czerniakow-Hafen, wo man unter anderem ein Kajak ausleihen kann. Dort steht auch das Lokal „Cud Nad Wisla“ – auf Deutsch „Wunder an der Weichsel“. Die Bar hat auch hier einen kleinen Strandabschnitt. Es lohnt sich allemal vorbeizukommen.

Wunder an der Weichsel

Übrigens: Die Bezeichnung „Wunder an der Weichsel“ hat für die Warschauer eine besondere Bedeutung und hat einen geschichtlichen Hintergrund. 1920 standen die Rotarmisten mit ihren Kommunistischen Ideen vor den Toren der Stadt. Man sagte, dass die Polen nur noch ein Wunder retten könne. Unerwartet besiegte man nicht nur die Bolschwiken, sondern drängte sie weit in den Osten zurück. So kommt es, dass das Wunder einen ganz anderen Stellenwert bekam. Dieses Ereignis ist in Warschau noch sehr lebendig und das schien der Bar-Besitzer ausnutzen zu wollen.

Für Fragen, Anmerkungen und jegliche Kommentare bin ich dankbar.

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